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Urmitz

Namentlich wurde der Ort zum ersten Mal in den Jahren 754 und 756 in Urkunden erwähnt. Damals hieß Urmitz noch „Auromoncium“ und war ein Hofgut, das dem fränkischen König gehörte.

Kaiser Heinrich II. („der heilige“) verschenkte im Jahr 1022 den Hof zu Urmitz („Hormunz“) an das Domstift zu Bamberg. Weil St. Georg der Schutzpatron des Bistums zu Bamberg war, wurde das Hofgut auch „Georgenhof“ genannt. Graf Graf Heinrich von Sayn gründete 1202 gründete ein Kloster und stattete es unter anderem auch mit einem Hof in Urmitz aus. Im Jahr 1204 wird Urmitz zum ersten mal als Pfarrei bezeichnet. Papst Innozenz III. erteilte 1208 dem Abt Herrmann von Sayn ein Schutz-und Bestätigungsprivilegium für die Gerechtsarme und Besitzungen seines Klosters. Eine neue Kirche wurde 1772 erbaut. Am 11. August 1776 nimmt Serenissimus, der Herr Erzbischof höchstpersönlich, die feierliche Konsekration der Kirche vor. Schon 1791 ziehen die Schatten der großen Französischen Revolution über den westlichen Horizont. Mit dem Fall von Koblenz, im Jahr 1794 wird Urmitz französisch. Von 1810 bis 1812 wird das neue Pfarrhaus gebaut. Die beiden alten Urmitzer Glocken werden 1817 werden umgegossen. Um 1900 wurde Urmitz von den Straßen Rheingraben, Ringstraße und Dürmerstraße gegrenzt. Die Menschen lebten vom Ackerbau, Viehzucht, Fischfang, Korbmachen und der Treidelschifffahrt. 1915 wurden Elektrizitätsleitungen gespannt. Bis dahin beleuchteten die Menschen ihre Wohnungen mit Kerzen und Petroleumlampen. Im April 1917 im April wird mit dem Bau der "Kronprinzenbrücke", der Urmitzer Eisenbahnbrücke begonnen. Schon im Sommer sind die Erdarbeiten so weit fortgeschritten, dass ein großer Teil der fast 7.000 Tonnen schweren Eisenkonstruktion errichtet werden kann. Am 15. August 1918 fand die Eröffnung statt.

Maurermeister A. Helf baute 1924 in rund acht Wochen den Glockenturm bis zur Höhe des Dachstuhles, der von den Bürgern von Urmitz fertig gebaut wurde. Am 17.12.1924 trafen fünf neue Glocken ein, die am 23.12.1924 durch den Dechanten Senzig aus Rübenach geweiht wurden. Lange Jahre war der weithin sichtbare Turm ohne Helm neben dem klassischen Dachreiter für die Rheinschiffer das Wahrzeichen von Urmitz. Der 2. Weltkrieg brach aus, und wiederum mussten die Kirchenglocken abgeliefert werden.

Die ersten Wasserleitungen wurden in Urmitz 1927 verlegt. Das Abwasser floss in Jauchegruben, auch Senke genannt, und diente als Dünger für Garten und Feld. Mit dem Bau der Kanalisation wurde erst 1960 begonnen. Am 9. März 1945, gegen 7.30 Uhr wurde die Kronprinzenbrücke von deutschen auf dem Rückzug befindlichen Truppen gesprengt - zwei Tage, nachdem die 'Brücke von Remagen' von den Amerikanern eingenommen wurde. Da die Weißenthurmer Brücke bereits im Januar einem Bombenangriff zum Opfer gefallen war, stellte die Urmitzer Brücke einen der letzten intakten Rheinübergänge dar. Mit dem Wiederaufbau der zerstörten Eisenbahnbrücke wurde 1947 begonnen. Die Arbeiten zogen sich jedoch wegen Unterbrechungen der Baumaßnahmen aus wirtschaftlichen in die Länge.

Die Kirchengemeinde erwarb 1948 von der Gemeinde Mülheim eine 17 Zentner schwere Bronzeglocke. Am heiligten Abend 1948 läutete sie zum ersten Mal. Nachdem das alte Türmchen auf der Kirche ganz erneuert worden war, wurde im Juli 1952 der neue Turm zu seiner Vollendung eingerüstet. Am 23.Mai 1954, mit Beginn des Sommerfahrplanes, wurde die „neue“ Eisenbahnbrücke offiziell dem Verkehr übergeben. Bis heute hat sich der Ort ständig weiter entwickelt. Das gesamte Ortsbild wurde neu gestaltet. Durch Ausweitung der örtlichen Industrie und dem großen Freizeitangebot der Ortsvereine ist Urmitz zu einer bevorzugten Wohngemeinde im Raum Koblenz geworden.

Sehenswürdigkeiten:

Barockkirche, Pfarrhaus, Eisenbahnbrücke

Freizeitgestaltung:

Wandern, Tennis-Freizeit-Park



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56220 Urmitz
Tel:  0 26 30 - 70 48
Fax: 0 26 30 - 96 93 61

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