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Budenheim

Urkundlich wird Budenheim erstmalig zur Zeit Karl des Großen (742 bis 814) erwähnt. Der Name "Budenheim" geht auf die durch Rodung nutzbar gemachten Kulturflächen, die "Biunden", zurück.

Über das Dorf Budenheim und dessen Bewohner entschieden fast 900 Jahre lang die Äbtissinnen des Altmünsterklosters in Mainz direkt oder indirekt. Am 19. Juni 1563 traten die Nonnen den Ort an das Mainzer Erzstift ab. Somit wurde Budenheim von der Eltviller „Kellerei im Rheingau“ mit verwaltet. Mit der Übernahme des Klostervermögens durch den Universitätsfonds in Mainz erlosch am 15. November 1781 der Einfluss des Altmünsterklosters. Damals lebten in dem kleinen Ort rund 200 Einwohner, deren Häuser sich um und auf der Erhebung des "Rech" formierten, um von den wiederkehrenden Rheinhochwassern nicht in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

Die Pankratiuskirche, das eigentliche Wahrzeichen Budenheims, erlebt derzeit eine Renaissance und wird als Begegnungsstätte hergerichtet. Die innige Bindung zwischen bürgerlicher und kirchlicher Gemeinde wird im Budenheimer Ortswappen durch die Abbildung des Patronats "Pankratius" symbolisiert. Mit dem Bau der Hessischen Ludwigsbahn, der Eisenbahnlinie Mainz-Bingen im Jahre 1856, trat gleichzeitig eine deutliche Strukturwende für Budenheim ein. Der neue Schienenweg sowie der Wasserweg auf dem Rhein begünstigten die Industrialisierung. Zu der Zeit waren vereinzelt Handwerksbetriebe angesiedelt. Wer nicht mit Ackerbau und Waldwirtschaft seinen Unterhalt verdiente, hatte Gelegenheit dies im Steinbruch zu tun. Dies alles sollte sich ändern, die zeitliche Entwicklung hatte das wirtschaftliche Gefüge zum Vorteil Budenheims ins Wanken gebracht.

Die Einwohnerzahl stieg im Jahr 1900 von 518 auf 1800 Bewohner an. Firmengründungen wie die Flaschenfabrik Kupferberg, die spätere Glashütte Budenheim sowie die "Chemische Fabrik Budenheim Utz und Hensel", heute Chemische Fabrik Budenheim, trugen mit zur Veränderung des Ortes bei. Der Schritt zu einer fortschrittlichen Industriegemeinde war getan, die Erschließung von neuen Wohngebieten ließ nicht lange auf sich warten. Budenheim weitete sich zuerst in südwestlicher Richtung aus und war im Jahre 1930 bereits auf 3070 Einwohner angewachsen. Das erste Wohnhochhaus entstand 1962 in der Jahnstraße 15 und wurde in Anlehnung an den damaligen Bürgermeister Erwin Renth genannt, im Volksmund "Langer Erwin". Budenheim zählte nahezu 6000 Einwohner und an ein Stagnieren war noch lange nicht zu denken. Die Wohnungsnachfrage war groß und die Flut der bauwilligen Häuslebauer schien kein Ende nehmen zu wollen. Heute leben auf einer 153 Hektar großen bebauten Fläche rund 8800 Bürgerinnen und Bürger, für die Budenheim zur erstrebenswerten Heimat geworden ist. Es mag auch an der geographischen Lage gelegen haben, denn zum einen wird die Gemeinde vom angrenzenden Lennebergwald aus südlicher bis westlicher Richtung umschlossen und an der Nordflanke grenzt die Gemeinde an den Rhein. Der 630 Hektar große Lennebergwald, der zu zwei Dritteln auf Budenheimer Gebiet liegt und als Naherholungsgebiet sehr geschätzt ist, stellt ein Eldorado für viele Erholungssuchende dar. Hier befindet sich das 1910 fertiggestellte Schloss Waldthausen, welches seit 1988 als Sparkassenakademie genutzt wird. Vom 1880 erbauten Lennebergturm, auf Budenheims höchste Erhebung, dem 176 Meter hohen Lenneberg gelegen, genießt man einen schönen Rundblick.

Das gesellschaftliche Leben Budenheims wird durch ein vielseitiges Freizeitangebot geprägt, das von mehr als 30 ortsansässigen Vereinen mitbestimmt wird. Das Ortsbild Budenheims hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Ein großer Anteil der Straßen wurde verkehrsberuhigt ausgebaut, was durch die Einbringung von Pflanzinseln erreicht werden konnte.

Sehenswürdigkeiten:
Heimatmuseum, Schloss Waldhausen, Dreifaltigkeitskirche, Pützkirche

Freizeitgestaltung:
Das Freizeitangebot in Budenheim ist recht vielseitig, z.B. Hallenbad, Sauna



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