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Linz

Im Jahr 874 wurde urkundlich erstmals der Name „Lincesce“ erwähnt. Um 1320 bauten die Linzer eine massive Stadtbefestigungsmauer mit Stadttoren, die heute teilweise noch erhalten sind. Im gleichen Zeitraum erhielt Linz auch die Stadtrechte.Linz wird auch als „Die Bunte Stadt am Rhein“ bezeichnet. Diesen Beinamen verdankt die Stadt farbenfrohen Fachwerkbauten, welche reichlich mit geschnitztem Gebälk verziert sind. Diese Bürgerhäuser, enstanden in über fünf Jahrhunderten, befinden sich in den verträumten Winkeln und Gassen der Altstadt. Im Jahr 1365 ließ der Landesherr die Zoll- und Zwingburg erbauen. Schwere Schäden richtete ein Brand 1391 an, die Stadt brannte bis auf ein Drittel nieder. Im Jahr 1462 wird die Kapelle auf dem Markt (heute Standort Mariensäule) geweiht. Kaiserliche Truppen belagerten 1475 die Stadt. Zwischen 1517 und 1527 wird das Bürger-und Rathaus gebaut. Während des Kölnischen Krieges wird 1583 die Stadt besetzt. Im Jahr 1623 ließen sich die Servitinnen und im Jahr 1626 die Kapuziner in Linz nieder. 1632 wird die Stadt durch die Schweden besetzt. Diese richten 1633 den damaligen Bürgermeister Augustin Kastenholz auf dem Marktplatz hin. Französiche Truppen besetzten die Stadt 1796. Im Jahr 1815 wird Linz preußisch. Der Kreis Linz wird 1816 gebildet und 1822 dem Kreis Neuwied angegliedert. Die Franziskanerinnen von Nonnenwerth gründen 1854 eine Niederlassung. Die ersten Dampfschiffe legen in Linz 1858 an. Ab 1861 begann die Niederlegung der Stadtbefestigung. Die Mariensäule auf dem Marktplatz wird 1878 errichtet. Durch Reblausbefall werden 1880 ganze Weinberge in der Gemarkung vernichtet. Die Fertigstellung erster Bogengruppen für das Bahnviadukt am Gestadt beginnen 1886. Die Westerwaldbahn wird 1912 eröffnet. Im selben Jahr werden auch die ersten verputzen Fachwerkbauten wieder freigelegt, Linz wird von nun an auch „Die Bunte Stadt am Rhein“ genannt. Eine Partnerschaft mit der österreichischen Stadt Linz an der Donau gehen die Stadtväter 1920 ein. Das Eisenbahnviadukt wird 1933 neu gebaut.

Im 2. Weltkrieg richteten Zerstörungen durch Bomben im südlichen Stadtteil enormen Schaden an. Die Stadt wird von den Amerikanern und später von den Franzosen besetzt. Die Zugehörigkeit zum Bundesland Rheinland-Pfalz erhält Linz 1946. Im Jahr 1965 geht man eine Partnerschaft mit Marietta/Georgia in den USA ein. Die Verbandsgemeinde Linz wird 1970 gegründet. Im damaligen neuen Stadtteil Roniger Hof siedeln 1976 die ersten Häuser an. Hier wird auch 1979 das Franziskus-Krankenhaus eingeweiht. Die Neugestaltung des Stadtkerngebietes erfolgt ab 1980. Eine weitere Partnerschaft geht man 1987 mit der Stadt Pornic/Frankreich ein. Der Marktplatz wird 1993 fertiggestellt.

Eine touristische Attraktion ist die kurfürstliche Burg Linz, erbaut 1365. In der Burg befindet sich ein Kinoptikum, eine Puppenstube, eine Waffen- und Folterkammer, die römische Glashütte sowie die Pfarrkirche St. Martin mit herrlichem Netzgewölbe und gut erhaltenen Fresken aus den Anfängen des 13. Jahrhunderts. Zudem wird hier mittelalterliche Gastronomie der mittleren und gehobenen Klasse angeboten. Überreste der alten Stadtbestigung wie Stadttore und Mauern sind ebenfalls sehenswert. Seit 1984 findet auf dem zwischen 1517 und 1524 erbauten Rathaus ein Glockenspiel statt. Das Rathaus ist zudem das älteste von Rheinland-Pfalz.

Sehenswürdigkeiten:
Pfarrkirche, Rathaus, historische Fachwerkhäuser

Freizeitgestaltung:
Wandern, Radfahren, Schwimmen, Kegeln, Tennis, Stadtführung



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